slackline
Quelle: Wikimedia

Slacklining

Wer in den letzten Jahren an heißen Sommertagen in einen naheliegenden Park gegangen ist, dem sind möglicherweise kleine Gruppen aufgefallen, die Seile zwischen Bäume spannen und darauf balancieren. Wer diesen Anblick zwar schon kennt, aber immer noch nicht weiß, was es damit auf sich hat, der ist in diesem Artikel über Slacklining genau richtig.

Slacklining ist eine Sportart die in den letzen Jahren immer mehr an Popularität gewonnen hat. Es kann an jedem Ort praktiziert werden, an denen die Slackline befestigt werden kann, egal ob zwischen Bäumen oder Häuserschluchten.
Der Begriff “Slackline” bedeutet übersetzt etwa “lockere Leine” und beschreibt damit schon recht treffend das Sportinstrument.
Die Slackline ist ein flaches Band, welches in ihrer Dicke (meist zwischen 2.5 und 5cm) und Länge (meist zwischen 15 und 30m) variiert und zwischen zwei Punkten über Bodenhöhe gespannt wird.

Das besondere an einer Slackline ist, dass sie nicht extrem straff gespannt wird sondern ein gewisser Grad an Lockerheit (“Slack”) beim Spannen gewahrt wird. Dadurch entsteht, besonders zur Mitte der Slackline hin, ein gewisser Grad an Elastizität.

Beim Laufen auf der Slackline muss aus diesem Grund nicht nur (wie beispielsweise beim Gehen auf einer Stange) die eigene Balance gehalten werden, sondern es muss auch auf die Schwingung der “Line” geachtet werden.

Wer sich an dieser Stelle denkt, dass sich das doch relativ einfach anhört, wird bei seinen ersten Versuchen auf der Slackline schnell zwei Dinge feststellen: Das ist zum Einen nicht so einfach wie es aussieht und zum Anderen ist es auf Dauer unerwartet anstrengend.
Slacklining beansprucht nämlich unerwartet viele Muskeln. Dass Balancieren gut für Körperspannung, Koordination und Gleichgewichtssinn ist lernen die meisten Menschen schon im Kindesalter. Aber um auf einem dünnen Band, das sich ständig in Bewegung befindet, tatsächlich zu laufen, benötigt man noch mehr:

Um die Schwingungen des Bandes auszugleichen muss der eigene Körper ständig bewegt werden.
Dabei beugt man die Knie um den Körperschwerpunkt möglichst niedrig zu halten und damit die Balance zu vereinfachen und gleicht die Bewegung des Bandes durch das Bewegen der Beine aus, während der Rücken durchgestreckt bleibt. Fitness-Interessierte haben möglicherweise bereits beim Lesen dieses Absatzes eine Ähnlichkeiten zu einer der verbreitetsten Fitnessübungen der Welt gefunden: dem Squat.
Ein möglicher Grund für die steigende Popularität von Slacklining ist, dass es dem Motto “Easy to learn, hard to master” folgt. Wer sich die Zeit nimmt, um das Stehen und Laufen auf einer Slackline zu lernen, wird schnell feststellen, dass Stehen und Laufen nur die Spitze des Slackline-Eisberges sind.

Die Elastizität der Slackline verleiht ihr, insbesondere in der Mitte, trampolinartige Eigenschaften. Das ermöglicht forgeschrittenen Slacklinern das Ausführen von einer großen Variation an akrobatischen Übungen, die sonst nur Turnern und Trampolinspringern vorbehalten ist. Während Hobby-Slackliner meist nur kleine Sprünge wagen, werden beim kompetativen Slacklining (gesponsort von Red Bull, wer hätte es gedacht) auch Saltos und Schrauben auf dem dünnen Band ausgeführt.

Quellen:
http://slackline.hivefly.com/how-to-slackline/
https://en.wikipedia.org/wiki/Slacklining

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